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Der Montmartre-Hügel
Stadtwanderung durch das letzte Dorf von Paris, vom Place
du Terte zum Moulin Rouge.
Dauer: 3 Stunden. 30 Personen maximal.
Durchführbar täglich ohne Ausnahme ab 09.00 Uhr oder ab 14.00 Uhr.

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Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Künstler von der ländlichen und malerischen Lage des Stadt­hü­gels ange­zo­gen, auf dem sie ausserdem ein freieres Leben führen konnten als in der ‘Unterstadt’ und sich Mädchen aus den unteren Gesellschaftsschichten fanden, die ihnen für wenige Francs Modell standen. Damals drehten an den Hän­gen der Butte noch Dutzende von Mühlen ihre Flügel im Wind, bevor sie in rentablere Ausflugslokale für das le­bens­lustige Künstlervölkchen umgewandelt wurden. Renoir, Corot, Toulouse Lautrec, Van Gogh, Utrillo und viele andere haben dieses bunte Treiben in ihren Gemälden festgehalten. Heute porträtieren im Schatten der Sacré-Coeur Basilika Hunderte von Kunststudenten die aus aller Welt angereisten Touristen, die es immer schwieriger werden lassen, die ursprüngliche Atmosphäre des alten Montmartre einzufangen. Es lohnt sich dennoch an einem frühen Morgen, wenn, lange bevor sich die Menschenströme über die Place du Tertre ergiessen, das “letzte Dorf von Paris” erwacht, einen Spaziergang treppauf, treppab durch das Gewirr der unzähligen verwin­kel­ten Gässchen und Plätze zu unternehmen, wo noch manch versteckter und romantischer Ort an die vergangenen Zeiten erinnert, in denen die Bohème sich hier niederliess.
Fast unbeachtet liegt im Schatten der Sacré Coeur die bemerkenswerte romanische Pfarrkirche Saint Pierre de Montmartre, als ehemalige Abteikirche sozusagen der Grundstein einer ersten abgeschiedenen Ansiedlung auf diesem Hügel. Das Restaurant “La Bohème”, in dem Utrillo seine Mahlzeiten einzunehmen pflegte, liegt in der Stras­se, in der die Muse Mimi Pinson gelebt haben soll, die viele Künstler inspirierte, bevor ihre Lebensgeschichte Puccini zu seiner gleichnamigen Oper anregte. In unmittelbarer Nähe des letzten Pariser Weinberges strahlen das Künstlerlokal “Le Lapin Agile” und das fast unverändert gebliebene Motiv des berühmten Utrillo-Gemäldes “La Maison Rose” noch den ländlichen Charme früherer Zeiten aus. Renoir bannte mit Pinsel und Palette das schein­bar sorglose Treiben im “Moulin de la Galette” auf die Leinwand und in der kürzlich neu aufgerichteten Kün­stler­kolonie “Le Bateau Lavoir” schufen Picasso und Braque den Kubismus.
Hügelauf, hügelab ein etwas anstrengender Spaziergang, den jedoch die schönen Aussichtspunkte über die be­rühmten grauverzinkten Dächer von Paris zu einem lohnenswerten Erlebnis machen. 
© Contact Paris

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