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Manhattan an der Seine
Spaziergang durch die Trabantenstadt "La Défense".
Vom Ufer der Seine zum Grossen Bogen "La Grande Arche".
Dauer: 3 Stunden. 30 Personen maximal.
Durchführbar täglich ab 09.00 Uhr oder ab 14.00 Uhr.

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Als die Pariser Stadtväter 1958 beschlossen, in der Verlängerung der “königlichen Achse”, einer grossartigen Per­spek­tive, die vom Louvre über den Tuileriengarten, die Champs-Elysées und den Triumph­bogen westwärts führt, eine Satellitenstadt mit Bürohochhäusern zu errichten, glaubte niemand so recht an die Zukunft dieser “Utopie”, die wie Brasilia (1957) artifiziell aus dem Erdboden gestampft werden sollte. Zu Unrecht, wie sich zeigen sollte. Heute rühmt sich die Défense – eine Art Manhattan an der Seine, wo wichtige französische Spitzenfirmen ihren Sitz und viele ausländische Firmen ihre französischen Niederlassungen angesiedelt haben – das erste Geschäfts­vier­tel Europas zu sein, mit einem Gesamtumsatz, der dem Haushalts-Etats Frankreichs entspricht. 
Den Auftakt bildete die Messehalle CNIT, dessen seinerzeit durchaus futuristisch anmutendes Spann­betondach im wahrsten Sinne des Wortes wie ein gespanntes Segel anmutet. Zwei Bebauungspläne waren notwendig gewesen, um die beiden ersten, unterschiedlichen “Generationen” von Wolken­kratzern in den Himmel zu treiben. 1974 durch­kreuzte die Energiekrise die ehrgeizigen Pläne. Der Enthusiasmus drohte in ein finanzielles Fiasko umzu­schla­gen. Nur Dank des zähen Durch­halte­ver­mö­gens eines zukunftsgläubigen Investment-Genies entstand in den 80er Jahren die “dritte Generation” von zunächst kleineren, dann auch grösseren Büroeinheiten, die sich durch gut durchdachte, viel­sei­tige und phan­ta­sievolle Pläne sowie eine qualitätsvolle Ausführung auszeichnen.
Unser Spaziergang führt vom Ufer der Seine durch die verschiedenen, nach den Prinzipien des mo­dernen funktio­nellen Städtebaus geplanten, streng voneinander getrennten Bereiche: von dem Ge­schäftsviertel – einem wah­ren “Musterkoffer der modernen Architektur seit 1958” – in dem rund 120.000 Angestellte arbeiten, über die von Platanen gesäumte Promenade mit ihren unzähligen zeit­genössischen Kunstwerken, u.a. von so renom­mier­ten Künstlern wie Calder, Miro, César ... an der CNIT Messehalle vorbei zu dem 1989 fertiggestellten spektakulären “Grossen Bogen” des dänischen Architekten von Sprekelsen, einem gigantischen offenen Würfel von 125 m Sei­tenlänge, unter dem die Notre-Dame Kathedrale Platz finden würde. Zweifellos das beste Beispiel für die bereits in das 3. Jahrtausend weisende Pariser Baukunst des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Wie ein Magnet zieht er Ar­chitekten auf der Suche nach Inspiration, weitgereiste Touristen und schaulustige Pariser Aus­flüg­ler an. Gelegen­heit zur Auffahrt auf die Aussichtsterrasse (vorbehaltlich vorheriger Anmeldung und  Genehmigung. Eintritt). Im Westen des Défense-Viertels liegt der sogenannte “Park-Bezirk”, mit Appar­tementhäusern und einem beliebten Erholungsgebiet für die 20.000 Bewohner dieser Satellitenstadt. © Contact Paris

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