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Wo alles anfing
Stadtwanderung vom gallo-römischen Lutetia in das Paris des Mittelalters
Dauer: 3 Stunden. 30 Personen maximal.
Durchführbar täglich ausser Dienstag ab 09.00 Uhr oder ab 14.00 Uhr.
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51 v. Chr. wurde Paris, damals Lutetia, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Keinem Geringeren als Julius Caesar höchstpersönlich floss dieser Name aus der Feder, als er den ‘De Bello Gallico’ betitelten Kommentar – besser: seine Rechtfertigung – des gallischen Krieges zu Papier brachte. Mit der Eroberung Galliens durch die Römer begann 58 – 52 v. Chr. die mehr als 500 Jahre andauernde Vormachtstellung der Römer, die also nicht weniger als ein Viertel der zweitausendjährigen Pariser Stadtgeschichte ge­prägt haben.
Im Vergleich zu Nîmes, Arles oder Lyon, die damals bereits Tausende von Einwohnern zählten, war Lutetia eine bescheidene Ansiedlung von strohgedeckten Hütten aus Lehm und Holz, in denen Fischer und Schiffer des Parisii-Stammes sesshaft geworden waren. Aber rasch machten sich die Römer die aussergewöhnlich günstige Lage (auf einer Insel inmitten des fruchtbaren Pariser Beckens am Kreuzpunkt der von der Nordsee kommenden und zum Mittelmeer führenden Handelsstrasse mit der schiffbaren Seine) zunutze und leiteten den ununterbrochenen Prozess des Bevölkerungszuwachses ein. Ihr Verwaltungstalent und ihr Sinn für grosse Bauten verwandelten das kleine Fischerdorf bald in eine florierende römische Kolonialstadt.
Die Römer respektierten den alten Kern der Stadt. Die auf der Cité-Insel in einem liebenswerten Durcheinander hausende gallische Bevölkerung vermischte sich zunächst kaum mit der römischen Garnison, die sich auf dem linken Ufer in der eigens für sie erbauten Neustadt niederliess: dem noch heute Quartier Latin genannten “lateinischen Viertel”, das an den Hängen der im Umkreis zweithöchsten Erhebung (der heutigen Montagne Sainte Geneviève) entstand. So, sagt man, sei Paris im Laufe der Zeit wie viele antike Städte, so wie Konstantinopel, Athen, Rom, Lissabon, auf sieben Hügeln entstanden – wer käme schon auf die Idee, sie alle zu zählen?
So wie die Überreste aus der Gallierzeit sind auch die Spuren der Bauten der Römer in Paris selten, und da sie zumeist in abgeschiedenen, kaum mit einem Reisebus zu erreichenden Winkeln liegen, sind sie auch unbekannt.
Unser Weg führt von der weitab der Touristenströme gelegenen römischen Arena zu den Thermen von Cluny und durch das Studentenviertel zu der in einer Krypta unterhalb des Domvorplatzes der Notre-Dame gelegenen archäologischen Ausgrabungsstätte (Eintrittsgebühr), wo die geschichtliche Entwicklung der Stadt anhand von Modellen erläutert wird. © Contact Paris

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