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Ein königliches Fest: Schloss Vaux-le-Vicomte
Ausflug in Ihrem Bus zum Schloss Vaux-le-Vicomte. Besichtigung des Schlossinneren
und der Gärten.
Dauer: 3 - 4 Stunden.
Durchführbar täglich ab 09.00 Uhr oder ab 14.00 Uhr.

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Kaum ein Schloss in der Ile-de-France vermag die Geschichte des 17. Jahrhunderts, das absolutistische "Grand Siècle", den Klassizismus und sein kulturelles Erbe, die den Stolz Frankreichs ausmachen, klarer und lebendiger zu veranschaulichen, als das am Rande des Waldes von Fontainebleau gelegene Kleinod unter den privaten Domänen Frankreichs: Vaux-le-Vicomte.
Dieser schlossartige Landbesitz und seine französischen Gartenanlagen, ein reines Meisterwerk der klassizistischen Bau- und Gartenbaukunst, dienten trotz der viel kleineren Ausmasse dem grossen Versailles nicht nur als Vorbild, sondern übertreffen es gar in ihrer Vollkommenheit.
Vaux-le-Vicomte wurde von dem Oberfinanzminister des Sonnenkönigs, Nicolas Fouquet, in Auftrag gegeben, der sich in der Ausübung seines Amtes bereichert hatte und seinen Reichtum so selbstherrlich zur Schau stellte, dass er den Neid des Königs erweckte und schliesslich nicht nur für seine Prunksucht, sondern auch für sein Unglück berühmt wurde: Ludwig XIV. liess ihn zur Strafe dafür, dass er sich angemasst hatte, ein Schloss zu bauen und Feste zu geben, die alles bis dahin am Königshof Bekannte in den Schatten stellten, ins Gefängnis werfen, wo Fouquet nach langjähriger Haft schliesslich starb.
1661 hatte der Finanzminister den König, die Königinmutter und alles, was am Hofe Rang und Namen hatte, mit dem gesamten Hofstaat zu einem ungewöhnlich prachtvollen Empfang in sein Landschloss geladen, das von Louis Le Vau errichtet worden war. Le Brun war mit der Innenausstattung beauftragt worden und Le Nôtre hatte die Wasserkünste geschaffen und die Gärten angelegt, die durch ihre "Blumenstickereien" berühmt geworden sind und heute wieder wie zu Fouquets Zeiten von einer ganzen Armee von Gärtnern sorgfältig gepflegt werden.
Ein Fest für sechstausend Gäste, anhand dessen Schilderung sich das Schloss und die Gärten noch heute mit Leben zu erfüllen scheinen. Wie dereinst glänzen bei der Ankunft die vergoldeten Gitter und die marmornen Götterstatuen auf ihren Sockeln in der Sonne, sprudelt (an jedem 2. und letzten Samstagnachmittag der Sommermonate, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr) das Wasser wie flüssiges Kristall aus Fontänen, Springbrunnen und Wasserfällen. Der Rundgang durch den Garten führt zu dem Amphitheater, von wo aus Ludwig XIV. schon vor mehr als dreihundert Jahren den Ausblick auf die Schlossanlagen, die Wasserbecken und Blumenbeete bewunderte, zwischen denen die Hofdamen in ihren bodenlangen Kleidern lustwandelten. Über die Stufen des Perron stieg er zum Schloss hinauf und schritt durch die Zimmerflucht, die nach Jahren des Verfalls und der Vernachlässigung heute wieder mit kostbaren Möbeln und - bis hin zu wundervollen Blumenarrangements - mit äusserster Liebe zum Detail ausgestattet ist. © Contact Paris

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